Die ZUSE-Computer  Z 23 und Z25  (... Z31 / Z43)

Die ZUSE-Rechner Z 22 beruhten noch auf der sehr aufwendigen Röhrentechnik; sie wurden in Hünfeld/Osthessen in den 50er Jahren in kleiner Serie gefertigt. Im Hünfelder Museum ist eine umfangreiche Präsentation der Zuse'schen Computer-Technik ausgestellt, auch die dann folgenden Computer in Transistortechnik, die Z 23 und die Z 25, die Anfang der 60er Jahre im Bad Hersfelder ZUSE-Werk gefertigt wurden..

Anfang der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, als die neu entwickelten integrierten Schaltungen (heute bekannt als "ICs" und "Chips") zu einer vorher nicht geahnten Miniaturisierung der Computer führten, wurden Zug um Zug die bisherigen Rechner außer Betrieb gesetzt. Dieses geschah zu diesem Zeitpunkt auch mit den letzten Zuse-Rechnern.

Hier einige Abbildungen von original ZUSE-Computerplatinen, wie sie in der Z23 und der Z25 verwendet wurden.

zunächst die großen Platinen, die nur in der Z 23  verwendet wurden
(neben einigen der kleineren, die unten dargestellt werden):

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Ts 220 T

Ts 600

Ts 632a

Ts 633

Ts 643c

Ts 660

Ts 670

Die ZUSE Z23 enthielt nur wenige Platinen des hier abgebildeten Typs ("T...") und viele große Platinen mit identischer Kontaktierung (Typ "Ts..." - wie oben abgebildet). Die Stecksockel hatten für die Ts-Typen seitliche Führungen, da sich die Platinen krümmten, während die Sockel für die T-Typen ohne Führung waren. Folgende T-Typen waren vertreten: T10, ...
Die ZUSE Z25 war kleiner und kompakter gebaut und enthielt nur noch Platinen vom Typ "T..." wie hier abgebildet

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T01-Bestückungsseite
T01
T02-Bestückungsseite
T02

T03

T04

T06
T08-Bestückungsseite
T08

T08/2
T09-Bestückungsseite
T09
T10-Bestückungsseite
T10
T11/1-Bestückungsseite
T11/1

T13

T14
T22-Bestückungsseite
T22
T46-Bestückungsseite
T46
T48-Bestückungsseite
T48

T51
T524-Bestückungsseite
T524

FM600a
   T 01
auch in
Großansicht
Zuse-Logo
Zuse-Logo
Zuse-Logo
FM 610 (?)
Platinenmaße: etwa 7,5 x 10,5 cm

Diese Platinen enthalten, soweit sie transistorbestückt sind, meist logische Gatter in Form von Invertern, UND-, ODER-Schaltungen, Flip-Flops usw., teilweise auch Schaltungen zur Stabilisierung. Diese Form des Aufbaues nennt man "diskret", was besagt, dass die Schaltungen aus Einzel-Bauteilen aufgebaut sind. Von "Miniaturisierung" kann man bereits im Vergleich zu den Relaisrechnern und den Röhrenrechnern reden. Die weiteren Miniaturisierungsschritte konnte die Firma Zuse nicht mehr mitvollziehen, da sie über keine eigene Bauteil-Fertigung verfügte. Firmen wie Siemens und Texas Instruments, die derartige Fertigungs- und auch Forschungsanlagen besaßen, konnten das, was hier "diskret" auf einer Platine aufgebaut war (nach weiteren Miniaturisierungsschritten), in ein einziges Bauteil "packen": die "integrierte Schaltung" stellte auf kleinerem Raum eine höhere Bauteildichte dar und leitete damit die Miniaturisierung ein, die schließlich zum "chip" (viele solcher Funktionsbereiche auf einem einzigen Bauteil) und damit zum PC ("personal computer") führte.

Hier ein Größenvergleich:
IC-Maße mit Funktionen, die einer oder mehreren Platinen entsprechen:ca. 8 x 20 mm


IC-Foto

Im Museum Hünfeld ist eine eigene Konrad-Zuse-Abteilung eingerichtet, in der neben der Z22, Z23 und Z25 noch weitere Exponate zu sehen sind ( http://www.huenfeld.de/stadt/kultur_museen_1.htm ).

Link zum Flyer mit graphischer Darstellung seines Lebenslaufes: http://www.huenfeld.de/stadt/Zuse_Flyer.pdf


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Quelle: www.fundgrube-physik-chemie.de